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Arbeiten von zu Hause aus ist für viele ein Traum: kurze Wege, keine Staus und in kürzester Zeit wieder zu Hause sein. Arbeitsministerin Andrea Nahles hat den Dialog zum Thema Homeoffice gestartet. Das bedeutet natürlich nicht, dass es in absehbarer Zeit Vorgaben und Regeln gibt. Und doch ist ein wichtiger Schritt getan, denn Aussagen von Frau Nahles sind medienwirksam und in aller Munde. Deshalb werden und müssen sich Unternehmer mit dem Thema beschäftigen, falls sie es nicht schon längst tuen. Endlich! Technologisch ist es seit vielen Jahren möglich, insbesondere bei Bürotätigkeiten, von zu Hause aus zu arbeiten, doch der Alltag in Unternehmen sieht oftmals noch eine physikalische Anwesenheit vor. Es gibt auch viele Vorurteile, obwohl Studien seit langem belegen, dass Mitarbeiter zu Hause oftmals produktiver arbeiten als im Firmengebäude.

Deshalb ist es so wichtig, den Dialog zu starten und sich darüber auszutauschen, wie eine neue Arbeitswelt aussehen kann. Vorgaben sollten hier seitens der Politik wenige gemacht werden. Vielmehr sollte ein Dialog zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber entstehen, um heraus zu finden ob und wie sich im eigenen Unternehmen das Arbeiten von zu Hause aus realisieren lässt. Dazu müssen allerdings beide Seiten fünf einfache Dinge beachten:

1. Disziplin

Es bedarf vor allen Dingen Disziplin, um sich in der Arbeitswelt im eigenen Haus zurecht zu finden. Auf der einen Seite natürlich Disziplin seitens des Arbeitnehmers, sich auf die Arbeit zu konzentrieren und nicht von Aufgaben im Haushalt, der Familie usw. ablenken zu lassen. Arbeitszeiten müssen auch zu Hause eingehalten werden. Denn von zu Hause arbeiten bedeutet nicht, dass man den Krippenplatz stornieren kann und die Kinder nebenher betreut. Aber auch der Arbeitgeber sollte die Freizeit des Mitarbeiters respektieren. Denn nur weil der Laptop zur Verfügung steht, bedeutet das nicht, dass der Mitarbeiter 24h erreichbar ist.

[bctt tweet=“Bei Homeoffice ist Disziplin von allen Seiten gefragt!“]

2. Die Umgebung

Als Arbeitnehmer sollte man sich überlegen, ob man die räumlichen Möglichkeiten hat, von zu Hause aus zu arbeiten. Dazu bedarf es eines Arbeitsplatzes und besonders wichtig: Ruhe. Ein gut eingerichteter Schreibtisch, im besten Fall separiert von den Wohnbereichen, aber auch klein in einer Wohnzimmerecke, ist ein absolutes Muss. Dies unterstützt uns dabei, sich mental auf den Arbeitsmodus einzustellen und Struktur zu schaffen. Denn wer zum Beispiel am Küchentisch arbeitet, isst und noch die Hausaufgaben der Kinder korrigiert, wird sich schwerer auf eine Tätigkeit einlassen können. Der Arbeitgeber sollte hier beratend unterstützen und von Anfang an das Thema besprechen. Zudem kann er bei notwendigen Investitionen unterstützend tätig werden.

3. Die richtigen Tools

Ganz klar ist hier der Arbeitgeber gefragt. Ein Laptop, die passende CRM-Lösung (Customer Relationship Management), Kommunikation über das Internet, Ablagemöglichkeiten und Zusammenarbeit – all dies ist heute ohne Probleme und mit wenig Investitionsaufwand durch die Cloud möglich. Die Tools müssen verfügbar sein und genutzt werden. Der Arbeitnehmer sollte zudem sicherstellen, dass die richtige Bandbreite zur Verfügung steht. Das Datenvolumen für Up- und Downloads muss schnell von statten gehen, sonst ist effizientes Arbeiten nicht möglich. In den meisten Orten ist das heute in Deutschland kein Problem mehr. Doch ein kurzer Check vor Beginn der Diskussion um Homeoffice ist durchaus ratsam. Ein Blick in den Breitbandatlas des BMVI oder ein Test mit diversen Webtools genügt.

[bctt tweet=“Technologisch ist Homeoffice seit Jahren keine Herausforderung mehr.“]

4. Ziele und Erwartungen kommunizieren

Natürlich erlauben diese Tools auch, den Mitarbeiter zu überwachen. Doch, ob das zu effizienterem Arbeiten im Homeoffice führt, ist eher zweifelhaft. Eine bewegte Maus führt nicht automatisch zu einem Arbeitsergebnis. Von daher sollten beide Seiten klar definieren, was sie voneinander erwarten. Warum wird der Arbeitsplatz nach Hause verlegt? Was sind die eigenen Ziele und lassen sich diese mit den Abteilungs- bzw. Unternehmenszielen vereinbaren? Klare Zielvereinbarungen und eindeutige Arbeitsaufgaben evtl. gekoppelt mit Arbeitsnachweisen, helfen Vertrauen zu schaffen. Da es immer noch viele Vorurteile gibt, dass Mitarbeiter im Homeoffice zwar gut im Haushalt arbeiten, dies aber wenig zur Unternehmensproduktivität beiträgt, sollten hier klare Regeln für den Mitarbeiter festgelegt werden. Doch auch der Arbeitgeber sollte dem Mitarbeiter vertrauen, denn auch im Homeoffice brauchen Menschen mal eine Kaffee- oder Toilettenpause. Somit sind sie nicht in jeder Minute erreichbar. Legen Sie generell fest, wann sie zu hause arbeiten und erreichbar sind. Beide Seiten sollten diese Zeiten dann konsequent einhalten.

5. Begegnungen planen

Es gibt heutzutage alle Werkzeuge, um effizientes Arbeiten an alle Orten der Welt zu ermöglichen. Technologisch sind uns keine Grenzen gesetzt und dennoch gilt: Planen Sie Tage mit Ihren Mitarbeitern ein, an denen sie sich im Büro treffen. Erlauben Sie Ihren Mitarbeitern nicht, ausschließlich von zu Hause zu arbeiten. Das bedeutet nicht, dass zeitraubende Großveranstaltungen einberufen werden müssen. Ganz im Gegenteil, die Zeit sollte zum Arbeiten und zum Austausch genutzt werden. Auch ein gemeinsamer Kantinenbesuch kann für die Zusammenarbeit Ihres Teams großartig sein. Insbesondere das Gefühl der Zugehörigkeit zur Abteilung und zum Unternehmen wird hierdurch gestärkt. Menschen arbeiten mit Menschen und es sollte nicht vergessen werden, dass Menschen hinter der Technologie stehen, mit der sie arbeiten.

Fazit: Pflegen Sie stets das persönliche Miteinander.


Julia UllrichJulia Ullrich, Marketingberaterin (Freiberuflerin): Ich bin ein Organisationstalent, kann mich schnell in neue Projekte „reindenken“ und arbeite sehr motiviert.Nach meinem Studium der „Neueren fremdpsrachen & Wirtschaft“, habe ich als Eventmanagerin bei einem amerikanischen Software-Unternehmen angefangen. Später als Marketing Managerin habe ich alle Facetten des Marketings in der Praxis kennen gelernt. Mittlerweile habe ich 15 Jahre Erfahrung im Marketing.Hohe Anforderungen sind an der Tagesordnung und erfordern eine klare Priorisierung im Arbeits- und Privatleben.


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