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IBM Watson kann mehr als nur Quizze gewinnen

Vom denkenden Computer bis zum autonomen Roboter ist es noch ein weiter Weg. Aber fest steht: In Zukunft wird es immer mehr Roboter geben und diese sollten für die Interaktion mit Menschen ein Bewusstsein für ihre Umgebung und am besten auch für sich selbst haben – also über künstliche Intelligenz (kurz: KI) verfügen.

Wer oder was ist Watson überhaupt?

Watson ist ein Computerprogramm von IBM, das aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz stammt und nach IBMs Gründer Thomas J. Watson benannt ist. Es geht hierbei um die natürliche Interaktion zwischen Computer und Mensch, denn Watson ist ein kognitives Computerprogramm, das die natürliche Sprache versteht, interpretiert und auf Fragen passende Antworten gibt. Dabei schließt es Erkenntnisse aus einer großen Menge an unstrukturierten Daten, die es analysiert und interpretiert. Dabei bezieht Watson neben seinem vorhandenen Wissen aus Nachrichten auch wissenschaftliche Artikel und Inhalte aus Social Media ein und ist in der Lage, selbstständig Informationen zu gewinnen, Schlüsse daraus zu ziehen sowie selbstständig zu lernen.

Einer von Watsons wichtigsten Auftritten war die Quizsendung „Jeopardy!“: Hierfür wurde es mit Daten bestückt, um mit seinem Wissen zu glänzen und gegen zwei menschliche Gegner anzutreten, die aufgrund ihrer hervorragenden Leistung in vorherigen Sendungen ausgewählt wurden. Für kognitive Systeme ist eine Quizsendung grundsätzlich wegen mehrdeutiger Antwortmöglichkeiten und dem Zeitlimit eine große Herausforderung. Um diese zu meistern werden innerhalb weniger Sekunden mithilfe von Algorithmen potentielle Lösungen ausgemacht, mit einer Datenbank verglichen und auf Sinn überprüft.

Was macht Watson so besonders?

Ziel ist es, dass Watson natürliche Sprache versteht, den Kontext analysiert, gewonnene Informationen schnell verarbeitet und daraufhin präzise Antworten ausgibt. Seine Algorithmen bauen auf der natürlichen Sprachverarbeitung und den Methoden des maschinellen Lernens auf. So liest und analysiert Watson viele Daten und findet immer passende Antworten, wobei es keine Internetverbindung benötigt.

Im Wesentlichen sind es drei Eigenschaften in Kombination, die Watson besonders machen: Es verarbeitet natürliche Sprache, um unstrukturierte Daten auszuwerten und zu verstehen, dann erzeugt und bewertet es Hypothesen mithilfe von fortgeschrittenen Analysemethoden und Wissensdatenbanken und zu guter Letzt lernt es kontinuierlich mit jeder Interaktion dazu.

Mögliche Einsatzgebiete von Watson

In innovativen Unternehmen aus dem Gesundheitswesen und der Finanzbranche wird Watson momentan als Pilotprojekt eingesetzt. Es bietet hier Unterstützung in komplexen Entscheidungen und ist ein dabei ein wahres Multitalent, denn vom Gesundheitswesen über die Finanzbranche bis hin zur Werbebranche gibt es viele mögliche Einsatzgebiete für die KI. IBM möchte Watson auch im Bereich der programmatischen Werbung einsetzen.

Als Assistent in der Finanzbranche beispielsweise kann Watson Inhaltsanalysen machen und damit Entscheidungen verbessern und beschleunigen, Betriebskosten senken und so Ergebnisse optimieren. Der Finanzberater hat durch die Einbeziehung von Marktbedingungen und bisheriger Entscheidungen des Kunden eine bessere Grundlage, um Empfehlungen für den Kunden abzugeben.

Ärzten kann Watson andererseits helfen, Diagnosen zu sichern. Dabei durchsucht er selbstständig alle Informationen, die er braucht, unter anderem, relevante Fakten über die Familiengeschichte des Patienten, die aktuelle Medikation, Notizen der Ärzte oder auch klinische Studien und Forschungsergebnisse. Er kombiniert anschließend die Informationen, die er erhält, mit aktuellen Befunden und erstellt daraus Hypothesen. Der Arzt erhält letztendlich eine Liste mit möglichen Diagnosen und einem dazugehörigen Wert, der die Sicherheit der Diagnose angibt.

Fazit

Trotz negativer Stimmen sollten kognitive Systeme als große Chance gesehen werden. Ein System wie Watson macht letztendlich nur das, was man ihm beibringt und kann nur über Dinge nachdenken, über die er im Vorhinein Daten erhalten hat. Obwohl Watson also selbstständig lernt und auch „denkt“, soll er nicht den Menschen ersetzen, sondern eine Hilfe in schwierigen Angelegenheiten sein, bei deren Lösung es vor allem auf Schnelligkeit ankommt. Wenn Aspekte der Sicherheit und Ethik nicht außer Acht gelassen werden, dann machen kognitive Systeme die Welt ein bisschen intelligenter, verändern das Arbeiten in Unternehmen in Zukunft deutlich und bringen zudem großes Potential für Anwendungen in der Wirtschaft und Gesellschaft mit sich.

Haben Sie Interesse an Themen wie künstliche Intelligenz? Dann schauen Sie doch am 08. und 09. November auf der Messe „Einfach Online Arbeiten“ vorbei. Dort finden Sie neben vielen interessanten Ausstellern auch IBM, Watsons Hersteller, denen Sie im Live-Chat all Ihre Fragen zu diesem Thema beantworten können. Zudem wird Watson auch Thema einer lebhaften Podiumsdiskussion sein.

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